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Eine Frage der Perspektive: Anpassung an Trockenheit im Planspiel

Simulation im Planspiel: Aushandlungsprozesse zum Umgang mit Trockenheit (Foto: IÖW)

Lösungen für komplexe Problemlagen wie die Anpassung an lange Trockenperioden erfordern eine Diskussion, die unterschiedliche Perspektiven und Lösungsansätze zusammenbringt. Dafür kann ein Planspiel wertvolle Impulse liefern. Beim Stakeholderdialog „Landnutzung und Flächenbewirtschaftung bei Trockenheit – Wie können Akteure in der Stadt und auf dem Land vorsorgen?“ hat das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung genau dies im Auftrag des Umweltbundesamtes umgesetzt.

Impulse zur Erhöhung der Eigenvorsorge der handelnden Akteure

Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit von längeren Trockenheitsperioden in Deutschland. Zu welchen konkreten Folgen dies führen kann, wurde im Sommer 2018 deutlich und zeigt sich erneut seit diesem Frühjahr. In ländlichen Gebieten kam es zu verdorrten Weideflächen, Feld- und Waldbränden sowie Ertragsausfällen in der Landwirtschaft. In urbanen Räumen litten die Grünflächen und Bäume sichtbar unter dem Wassermangel. Um dies zukünftig abzumildern, muss die Art und Weise der Landnutzung und die Flächenbewirtschaftung an die Folgen von langanhaltender Trockenheit angepasst werden. Darüber hinaus gilt es mit geeigneten nachhaltig wirksamen Maßnahmen vorzubeugen.

Diese Thematik wurde im Rahmen eines Planspieles in dem Stakeholderdialog „Landnutzung und Flächenbewirtschaftung bei Trockenheit – Wie können Akteure in der Stadt und auf dem Land vorsorgen?“ diskutiert, der vom Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) des Umweltbundesamtes am 17. Juni 2019 in Berlin veranstaltet wurde. Der Dialog sollte nicht nur Impulse für die Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie an die Folgen des Klimawandels liefern, sondern auch ganz konkret das Wissen und die Handlungsfähigkeit der beteiligten Akteure erhöhen.

Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutz- und Interessensverbänden sowie aus der Verwaltung, Wirtschaft und Forschung, um in einen Austausch zu treten und kooperative Maßnahmen für die Anpassung an die Folgen von Trockenheit zu diskutieren. Dafür wurde die Methode des Planspiels gewählt, da sie sich besonders gut eignet, um Abläufe zu simulieren und den Teilnehmenden ermöglicht die Konsequenzen ihrer Handlungen innerhalb eines sicheren Umfelds zu erfahren.

In der ersten Planspielphase handelten die Teilnehmenden drei Kernziele für ein integriertes Grünflächenmanagement in der Stadt und für eine integrierte Landnutzung in ländlichen Gebieten aus. Die zweite Planspielphase diente dann der Entwicklung konkreter Vorsorge- und Anpassungsmaßnahmen, um die ausgehandelten Zielsetzungen zu erreichen.

Im Newsletter Klimafolgen und Anpassung des Umweltbundesamtes berichten Friederike Rohde und Marc Beckmann vom IÖW über die Erfahrungen in der Umsetzung der Methode und zeigen, wie die Simulation und Reflexion von Planungsprozessen nützlich für die Praxis sein kann.

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Zum Artikel Eine Frage der Perspektive: Anpassung an Trockenheit im Planspiel beim Umweltbundesamt

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